Bisher galt Röntgen gerade bei Knochenbrüchen als eine sichere Methode, doch anscheinend ist das nicht wirklich so. Das haben auf jeden Fall amerikanische Wissenschaftler herausgefunden.

Nicht alle Brüche werden erkannt

Natürlich ist Röntgen bei gewissen Brüchen immer so für die Diagnose sicher, denn es handelt sich nur um Hüft- und Beckenbrüche. Hier werden nicht immer alle Brüche richtig erkannt, was allerdings gerade in diesem Bereich doch sehr wichtig wäre. Dabei wurden 92 Notfallpatienten im Duke University Medical Center routinemäßig erst einmal geröntgt, wie dies überall üblich ist. Erschreckend war das noch nicht, als bei einigen auf den Röntgenbildern keine Fraktur zu sehen war. Allerdings wiesen die Schmerzen der Patienten doch auf eine Fraktur hin, worauf diese Patienten nochmals durch eine Magnetresonanztomografie (MRT) untersucht wurden. Hier wurde dann bei 35 Patienten doch eine Fraktur erkannt, die beim Röntgen unerkannt geblieben war. Dies war dann auch für die Mediziner erschreckend, denn viele der gerade älteren Patienten, wurden so auch falsch behandelt. Doch noch besser war, bei 11 Patienten wurde ein Knochenbruch beim Röntgen erkannt. Im MRT hingegen konnte sich dieser Befund nicht bestätigen. Zwar ist dies keine direkte repräsentative Untersuchung, wobei dann bei einigen Menschen ein Hüft- oder Beckenbruch wahrscheinlich nicht erkannt wird. So werden gerade diese Menschen dann häufig falsch behandelt und sogar als Simulanten hingestellt. Denn die Schmerzen sind da und gehen natürlich auch nicht weg. Schlimmer noch, wenn diese Patienten sich dann nicht mehr richtig bewegen können. Somit wäre eine Untersuchung mit dem MRT in solchen Fällen vielleicht doch sinnvoll. Allerdings, ob das in die Praxis umgesetzt wird, bleibt dann noch offen. Denn bei Verdacht auf einen Knochenbruch wird grundsätzlich geröntgt. Hier könnte aber dann schnell eine falsche Diagnose erstellt werden, die dann den Patienten doch sehr belasten könnte. Gerade wenn dann doch kein Bruch vorliegt, ist das sehr unangenehm und nicht nur für den Patienten.

Falsche Diagnose mit fatalen Folgen

Wird ein solcher Bruch nicht erkannt, dann bestehen doch fatale Folgen für den Patienten. Auch wenn es sich hierbei meist um ältere Menschen handelt, kann ein solcher Bruch falsch zusammenwachsen. Das verursacht dann wiederum Folgekosten, die mit einfachen Untersuchungen vermieden werden können. Somit könnte sich eine Nachuntersuchung unter dem MRT aus dieser Sicht schon lohnen, gerade wenn die Schmerzen unbestimmt sind. Selbstverständlich gilt das nur für Becken- und Hüftbrüche, bei allen anderen Knochenbrüchen leistet das Röntgengerät immer noch hervorragende Arbeit. Warum das Röntgengerät ausgerechnet bei diesen Brüchen so versagt, wurde nicht näher erläutert und untersucht. Ob es hier in Deutschland ebenso viele falsche Aufnahmen gibt, ist ebenfalls nicht bekannt. Wahrscheinlich wurde bisher nicht darauf geachtet. Interessant wäre dies schon, denn diese Brüche sind nicht wirklich so selten. Selbst junge Menschen können sich so einen Hüft- und Beckenbruch zuziehen, wenn auch eher seltener. Aber Unfälle bei Sport oder durch einen Autounfall sind aber nicht ausgeschlossen. Also geht dies weitaus mehr Patienten an, als nur Menschen ab 70 Jahren. Somit kann eine solche falsche Diagnose fast jeden einmal in seinem Leben treffen. Da wären doch Untersuchungsergebnisse für Deutschland interessant. Leider haben sich die Ärzte bisher auch nicht zu dieser Untersuchung in Amerika geäußert. Somit wird auch weiterhin auf die Diagnose per röntgen gesetzt. Allerdings in einzelnen Fällen wird von den Ärzten eine MRT angeordnet. Denn immer dann, wenn unklar ist, woher die Schmerzen kommen.

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