Viele Menschen, die unter Halsschmerzen leiden, gehen nicht zum Arzt. Der erste Weg führt meistens in die Apotheke, in der Hoffnung dort auch gut beraten zu werden. Doch genau da täuschen sich viele Erkrankten, denn die Apotheker denken oft nur noch wirtschaftlich.

Immer nur dieselben Hersteller

Das hat zur Folge, dass immer nur einige wenige Hersteller empfohlen werden. Alternativen werden überhaupt nicht in Betracht gezogen, was dann auch oftmals fatale Folgen für die Erkrankten haben kann. Unter einer ordentlichen Beratung gehört natürlich auch die Frage nach Allergien, die aber in diesen Fällen überhaupt nicht abgefragt werden. Genauso ist es dann auch egal, ob vielleicht eine Vorerkrankung vorliegt. Dies wurde dann von einem Fernsehsender getestet und das Ergebnis war wirklich erschreckend. Denn 9 von 10 Apotheken verkauften Lutschtabletten von einem Hersteller. Eine Apotheke toppte das dann aber noch, denn hier wurden Medikamente im Wert von 32 Euro verkauft. Also da hat wohl der Apotheker weit über das Ziel hinausgeschossen, denn so krank war der Reporter dann wohl doch nicht. Gerade bei Lutschtabletten sollte doch mindestens nach Allergien gefragt werden, denn häufig sind diese dann auch noch mit Süßstoff. Doch immer mehr Menschen haben auf gewisse Wirkstoffe eine Allergie entwickelt und das kann zu ungeahnten Nebenwirkungen führen. Wieso beraten Apotheker nicht mehr? Das fragen sich schon seit einiger Zeit immer mehr Menschen, denn das war natürlich nicht immer so. Zum einen hat dies natürlich etwas mit wirtschaftlichen Denken zu tun. Doch auch die Herstellerfirmen von Medikamenten kämpfen verbissen um ihren Marktanteil. Genau hier werden natürlich die Apotheker umworben, die dann selbstverständlich auch für die Werbemaßnahmen der Hersteller empfindlich sind. Selbstverständlich kommt auch noch der Verdienst hinzu. All dies ist wichtiger, als das Wohl der erkrankten Menschen. Denn immer noch verlassen sich sehr viele Erkrankte auf ihren Apotheker.

Kein Apotheker fragt, was der Kunde eigentlich will

Gerade das Medikament Dolo-Dobendan wird am häufigsten in den Apotheken verkauft. Dabei gibt es in diesem Medikament den Wirkstoff Benzocain. Eingesetzt wird der Wirkstoff um die Schmerzen im Hals zu betäuben. Einer der Nebenwirkungen kann eine Allergie sein, selbst wenn bisher noch keine allergische Reaktion zu verzeichnen war. Das wird auch von Ärzten als sehr bedenklich empfunden. Selbstverständlich sind Apotheker auch nur Menschen und anscheinend ist die Werbung von der Herstellerfirma sehr wirkungsvoll. Allerdings ist dies für die Betroffenen schlecht, denn diese hatten sich schnell eine Besserung versprochen. Daher sollten Apotheker wieder eher beraten und dann eventuell ein anderes Mittel empfehlen. Zusätzlich wollen sehr viele Kunden Medikamente, die auf natürlicher Basis aufgebaut sind. Diese können genauso gut helfen, auch wenn dies vielleicht ein wenig länger dauert. Häufig sind auch gewisse Medikamente weit überdosiert, was dann ebenfalls nicht notwendig ist. Es gibt auch noch gute Hausmittel, die ebenfalls anzuwenden sind. So kann heiße Milch mit Honig häufig schon wahre Wunder wirken. Schlaf ist ebenfalls gut, um dann am anderen Tag wieder, ohne Halsschmerzen zu sein. Wichtig ist natürlich auch, erst einmal zu klären woher die Halsschmerzen kommen. Nicht immer liegt eine Erkältung vor, sondern es kann auch ganz andere Gründe haben. So kann in einzelnen Fällen auch eine Mandelentzündung vorliegen, die sich ein Arzt auf jeden Fall ansehen sollte. Genau das sollte erst einmal in der Apotheke abgeklärt werden, bevor irgendein Medikament verkauft wird. Beratung ist immer noch sehr wichtig.

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